Borreliose –kleiner Biss, große Wirkung

08.08.2014

Von März bis Oktober haben die Zecken Saison. Beim Spaziergang durch Wald und Wiesen ist es besonders wichtig, sich vor einem Biss der kleinen Spinnentiere gut zu schützen. Denn Zecken können zwei gefährliche Krankheiten übertragen: Die Gehirnhautentzündung (kurz FSME genannt) und die Borreliose. Einer FSME-Infektion kann mit einer Impfung vorgebeugt werden. Diese ist besonders in bestimmten FSME-Risikogebieten empfehlenswert.

Gegen die Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Erkennt man eine Infektion jedoch rechtzeitig, ist sie meist gut mit Antibiotika behandelbar – die Schwierigkeit besteht in der möglichst frühzeitigen Diagnose durch einen Arzt.

Der Grund für die oft sehr späte Diagnose sind die nicht sehr spezifischen Symptome. Sie werden oft als Symptome anderer Erkrankung gedeutet. Es kann vorkommen, dass eine Borreliose über mehrere Jahre nicht erkannt und demnach nicht behandelt wird. Die Liste der Borreliose Symptome ist lang, sodass die Erkrankung manchmal erst dann erkannt wird, wenn bereits schwerwiegende Anzeichen aufgetreten sind. Insofern unterscheidet man auch bei der Borreliose die anfänglich eher leichten, die mittelschweren und die schweren Symptome in drei Stadien.

Symptome

Erstes Stadium

- Fieber
- Kopfschmerzen
- Muskel- und/oder Gelenkschmerzen
- allgemeines Schwächegefühl
- Entzündung der Bindehaut
- Lymphknotenschwellung und/oder sonstige Schwellungen

Zweites Stadium

- grippeähnliche Symptome wie Husten oder Schnupfen
- Schwellungen der Lymphknoten
- Lähmungen oder/und Gefühlsstörungen
- Schmerzen
- Herzbeutelentzündung und Herzrhythmusstörungen
- Augenentzündungen

Diese ebenfalls eher unspezifischen Symptome treten oft erst zwei bis vier Monate nach einem Zeckenbiss auf.

Drittes Stadium

• chronische Infektion in Form einer Entzündung der Gelenke (Knie, Ellenbogen, Finger etc.)
• Hautveränderungen in Form von meist an den Händen oder/und Füßen anschwellender Haut
• bläuliche Verfärbung der Haut
• Nervenerkrankungen mit Lähmung von Körperteilen

Diese schwerwiegenden Symptome können mehrere Monate bis einige Jahre nach der Infektion mit den Borrelien auftreten.

Schutz vor einer Infektion

Da sich Zecken sehr gern in Bodennähe und Stellen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Uferböschungen, bewachsenem Waldboden, Wiesen oder niedrigen Gebüsch aufhalten, sollten Sie es meiden, sich ohne ausreichend große Unterlage auf dem Boden zu setzen.

Entscheidend für die Borreliose-Prophylaxe ist die rechtzeitige Entfernung des Spinnentiers.

Haben Sie sich im Wald oder auf Wiesen aufgehalten, sollten Sie sich am Abend Zeit nehmen, um den Körper nach Zecken abzusuchen. Bedenken Sie dabei: Zecken fallen nicht von den Bäumen. Demnach werden bei Erwachsenen 60 Prozent der Tierchen an Unterschenkeln und Knien – bei Kindern hingegen 50 Prozent an Kopf und Hals gefunden.

Tragen Sie möglichst lange Hosen und geschlossene Schuhe. Bei Kindern sollten Sie zudem auf eine Kopfbedeckung achten. Es gibt Kopfbedeckungen, die zusätzlich einen Nackenschutz haben und sich neben dem Sonnenschutz auch sehr gut für den Schutz vor Zecken bewährt haben. Zudem sind die kleinen Tierchen auf heller Kleidung besonders gut zu erkennen.

Autor: Sindy Meding-Rösner | pm pflegemarkt.com GmbH

Quellen
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/zecken/article/544775/abends-unterschenkel-kopf-nach-zecken-absuchen-beste-borreliose-schutz.html http://www.vitanet.de/krankheiten-symptome/fsme-borreliose/schutz-vorsorge/zeckenschutz

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